Logotype Erstklassiges muss nicht teuer sein Tracht ist IN Die Geschichte der Lederhose Folglich ist die lederne Hose an sich, anders als man vermuten könnte, keine speziell tirolische oder bayrische Bekleidung. Sie ist seit frühester Zeit Bestandteil der Männerkleidung, besonders in kälteren Gebieten. Wahrscheinlich wurde die lederne Hose von den Germanen und Kelten als praktische Arbeits- und Jagdkleidung entdeckt. Durch ihre Geschmeidigkeit, lange Haltbarkeit und die Fähigkeit, Schweiss schnell aufzunehmen, verbreitete sich dieses Kleidungsstück schnell unter den Reitvölkern der Antike und wurde später von den römischen Soldaten übernommen. Die im bayrischen und Tiroler Land verbreitete Kniebundlederhose findet ihren Ursprung in der Zeit des Rokkoko, als Nachfolger der vorher üblichen Pluderhose. Dieses Kleidungsstück war bis dato noch lang. Die kniefreien Lederhosen, schlicht "Kurze" genannt, entwickelte sich erst Mitte des 19. Jahrhunderts. Sie wurde zu dieser Zeit jedoch noch hauptsächlich von der ärmeren Bevölkerung, wie Bauern, Hirten oder Knechte, als Arbeitskleidung getragen. In den Wirtschaftswunderjahren mutierte die Lederhose dann zum Massenprodukt und verlor ihren waren Charakter. Der Höhepunkt dieser trivialen Form fand sich in den sechziger Jahren, als die Kollektion übertrieben niedliche Varianten mit aufgenähten Lederherzen als Taschen erfand. In diese wurden dann die kleinen Jungen von ihren Müttern gesteckt, mit der Konsequenz, dass die grösseren Jungen nichts mehr von der Lederhose wissen wollten. Heute finden sich die urigen Trachtenlederhosen vor allem auf den Oktoberfesten, Trachtenfesten und Veranstaltungen der Volksmusik. Einen festen Anhängerkreis hat sie zuweilen aber trotzdem noch. Es gibt kein vergleichbares Kleidungsstück, dass diesen Tragekomfort und diese Liebe zum eigenen Land, zur Tradition und zur Natur verkörpert.